Montag waren wir in Reykjavik. Da haben wir eine kleine Shoppingtour gemacht durch die ganzen Touriläden gemacht und Wolle und isländische Stickwaren und für Daniel eine neue Fahrradjacke gekauft. Dabei sind wir auch auf das versprochene Schaf für Simone gestoßen. Es ist ein Stadtschaf, aber das ist für einen Balkon wohl hoffentlich in Ordnung. So ist es schon mal daran gewöhnt in einer Stadt zu leben und die Umstellung fällt ihm nicht so schwer. Wir bringen es dann zum Stammtisch mit, wenn wir dann kommen. Wäre ja schade die Lesung des rosa Buches zu verpassen
!
Dienstag wollten wir unbedingt nochmal nach Snaefellsness. Dort haben wir zuerst in dem Hot-Pot gebadet, in dem wir letztes Jahr als erstes waren. Unser erster Hot-Pot. Diesmal (wenn ihr unten nachgelesen habt, wie er aussah und wie wir dorthin gekommen sind) bin ich über die Steine gelaufen. Ich habe auch die Probe gemacht, aber das Wasser wäre zum hindurchwaten einfach zu kalt gewesen. Der Hot-Pot war schön warm. Gleich gegenüber liegt eine andere oder die gleiche heiße Quelle. Dort haben wir mal vorbeigeschaut. Um dorthin zu gelangen hätten wir durch das Wasser gehen können, das war aber ja zu kalt. So sind wir um diesen kleinen Teich herumgewatet, denn auch die Graslandschaft außen herum ist äußerst feucht. Das nächste Mal wollen wir da baden! Ne Oli? Zurück sind wir diesmal aber nicht über die löchrige Brücke gefahren.
Dann fuhr unser Auto schon fast von ganz allein den Weg zum Djupalon, wo es schöne Steine gibt. Wir haben viele gesammelt, aber höchstens geschätzte 4 Kilo. Große, kleine, runde Steine. Hier war uns letztes Jahr ja auch die Idee für das Hochzeitsmotto gekommen. Simone und Jan mussten uns dieses Jahr auch noch Steine von dort mitbringen, weil wir nicht genügend große Steine für die Namensschilder hatten. Jetzt haben wir wieder Nachschub besorgt. Für die nächste Hochzeit? Wer heiratet denn und braucht Steine? Uns reicht nämlich einmal heiraten. War schon anstrengend genug!
Vielleicht brauchen wir sie wieder für eine Taufe irgendwann mal!?
Heute ist Mittwoch und der Himmel hat sich etwas aufgeklart. Etwas! Heute morgen war es richtig schön. (Es ist jetzt hier erst 11 Uhr. Also heute etwas früher am Morgen.) Daniel hat gestern unser wegfliegendes Autoschild retten wollen (Also das, was er immer bastelt und in unser Auto hängt, damit man seine Seite mit den Schwimmbäder anschaut!) Es hat so richtig schön gestürmt als wir gerade am Djupalon ankamen uns und dick in unsere Sachen einpacken wollten, da flog es auf einmal weg. Daniel stürzte sich hinterher mit dem Erfolg, dass er das Schild zwar fangen konnte, aber gleichzeitig auch aufschrie und plötzlich auf dem Boden lag. Meine erste Reaktion war: "Och nein bist jetzt etwa du umgeknickt?" Die war wohl richtig. Immer muss er mir alles nachmachen. Ich war aber ja bei Mittwoch stehen geblieben und wollte erzählen, was sich bei aufgeklartem Himmel am frühen Morgen hier so alles ereignet.
Leider können wir die passenden Filme erst einstellen, wenn wir wieder zu Hause sind!
Eines schönen Herbstmorgens in Island ging Eli wandern. Leider musste sie ganz allein wandern. Daniel hatte sich den Fuß umgeknickt und konnte nicht mitgehen. Sonst hatten sich alle geweigert mit in Urlaub zu fahren. So musste sie ganz allein gehen nur mit dem Fotoapparat und Handy bewaffnet. Das Handy sollte für Umknicknotfälle sein.
Zunächst begegnete sie einem Schaf, das viel Mäh machte und darauf auch antwortete. Dann einem Pferd, dass sich nicht bewegte. Nun wollte sie den Weg bis zum Wasser gehen, aber der wurde durch ein Tor versperrt. Wäre nicht der Traktor der Vermieter gekommen, hätte man sich das Klettern ja überlegen können, aber so…. Also ging es weiter an der Straße entlang. Die Schafherde lief mähend weg und über eine kleine Brücke - Schafstau!


Dann kamen unsere drei Hundefreunde vom ersten Tag und begrüßten Eli. Sie hatten vom Morgentau der Weiden nasse und dreckige Pfoten. Aber das hinderte sie überhaupt nicht daran an Eli hochzuspringen. Die war dann jedenfalls auch nass und dreckig. Durch ein Tor hindurch führte der Weg zum Wasser, aber die Hunde ließen sich nicht abwimmeln. Dann gingen sie eben mit. Sie tobten ein bisschen am Strand herum und spielten mit Steinen. Was der Lotte der Ball ist dem isländischen Hund der Stein. Island eben! Nach langem Überreden machten sie sich mit Eli auf den Rückweg. Aber nicht nur das! Nach dem Durchlotsen durch das Tor blieben sie Eli an den Fersen und verfolgten sie, obwohl die Besitzerin rief. Sie waren nicht abzuschütteln. Eli lief zurück und übergab alle 3 Hunde der Besitzerin. Sie fing alle ein und freute sich. Eli konnte nun den Weg zum Cottage in Ruhe zurücklegen. Ach nein! Zwei Hunde waren wieder entwischt und kamen durch den Zaun gekrochen. Nun musste Eli wieder den Weg zurückgehen. Aber auch die zwei der Besitzerinnen war der erneute Ausbruchsversuch ihrer Hunde aufgefallen. Nun wurden größere Maßnahmen ergriffen. Das Auto kam um die Ecke gefahren. Heraus stieg eine der Besitzerinnen mit einem riesigen Schuhanzieher in der Hand! Nun wurde auf den Boden gehauen und geschimpft und endlich zogen sich auch die letzten beiden Hunde in den Hof zurück. Eli unterhielt sich nun noch kurz mit der Vermieterin und machte sich dann endlich wieder auf den Rückweg. Dieser war sehr einsam, nur drei schwarze kleine Pferdchen hat sie getroffen, die sie todesmutig gestreichelt hat und sie lebt noch immer! Jetzt beim fußkranken Daniel wieder angekommen schreibt sie ein bisschen Blog und grüßt alle! Es regnet übrigens schon wieder!


Categories: Island 2008
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