Archive for August, 2004
Hallo,
nach einem eher unangenehmen Rückflug mit “Dutch Bird” in Charter der LTU (zum Früstück gabs Rührei mit Kartoffeln und Pilzen, so sah es zumindest ungefähr aus), sind wir heute morgen pünktlich um 06.05Uhr in Düsseldorf gelandet. Die Fahrräder hatten wir mithilfe einiger Kartons, die wir im Flughafen von Keflavik gefunden haben, sehr gut verpackt. In der Abfertigungshalle durften wir die Räder auf den Kopf stellen, damit das Sicherheitspersonal überprüfen konnte, ob wir auch nichts in den Kartons versteckt hatten… Von Durchleuchtgeräten für Sondergepäck haben die wohl nie was gehört, zumindest war aber in den Rohren der anderen zwei verschickten Räder kein Sprengstoff versteckt, so dass wir sicher landen konnten.
Nach dem Aufsatteln ging es dann hinaus in die Schwüle die gegenüber Island natürlich nur sehr schwer zu ertragen ist. So toll ist es halt nicht, wenn um 7 Uhr bereits 25°C herrschen, vom Smog ganz zu schweigen.
Im Duty-Free-Shop wurde dann erst mal der obligatorische Brennivin gebunkert, diesmal die 1-Liter-Flasche, es muss ja bis zum nächsten Mal reichen!!! Der Preis ist mit 13EUR gegenüber 40-50EUR, wenn man ihn hier kauft, natürlich nicht zu verachten…
Nach der Ankunft zuhause, habe ich erst mal die erste Waschmaschine angeworfen. Die Wäsche ist auch schon wieder trocken. Nach 10 Jahren habe ich dann auch dem Schlafsack das erste Mal eine Wäsche gegönnt.
Dann habe ich erstmal bis 12.30 ausgiebig an der Matratze gehorcht, bevor mich mein Patenkind samt Vater aus dem Schlaf schrie.
Damit man auch mal wieder was anderes zu Essen kriegt, ist für heute abend ein Festschmaus geplant, der wohl in einer Marillen-Topfen-Creme enden wird…
Die gesamten Reiseberichte in aller Ausführlichkeit werden noch etwas Zeit benötigen, also keine Hektik, wir sind schließlich in Deutschland. Was für ein Witz…
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Hallo,
kurz vor dem Ende unserer Reise melde ich mich nochmals kurz, aus einem Schlafzimmer in Grindavik, sowas nennt sich dann Internet-Cafe…
In den letzten Tagen sind wir aus der nördlichsten Stadt bis zum suedlichsten Punkt mit dem Rad gefahren, Unterstuetzung gab es dabei von einem Postboot und einem Bus, wobei der Bus die Untaetigkeit wegen starken Winden verkuerzte. Am Sonntag war dann soviel Wind, dass wir gar nicht mehr fahren konnten und uns in einem offenen Heizungskeller (die Heizung ist ein Tank, der von einer heissen Quelle gespeist wird) versteckt haben. Kaum hatten wir dann abends das Zelt in einem Schlammloch wegen Windschutz aufgebaut, flaute der Wind wieder stark ab, aber sowas ist ja normal…
Wir sind dann Richtung Geysir gefahren, wobei der Namensgeber anscheinend mal wieder aktiv war. Der ist viel imposanter als der kleine Bruder Strokkur (Butterfass).
Heute und gestern hatten wir dann den ganzen Tag Rueckenwind, das war mal wieder toll!!!
Morgen geht es dann noch in Richtung Flughafen, evtl. werden wir nochmal schwimmen gehen. Montag hat uns das “alte Eruopa” wieder…
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