Daniel’s Blog

Archive for June, 2007

5. Tag in Island – Tálknafjördur – Kollafjördur

June 30, 2007 10:18 pm

DSCF0490Heute haben wir zuerst lange geschlafen, weil wir gestern wirklich noch im Hot-Pot und daher erst spät im Schlafsack waren.

DSCF0500Da wir uns schon wo an Wasser gewöhnt haben ging es gleich mit der nächsten heißen Quelle weiter, die direkt in ein schönes großes Schwimmbecken gleitet wurde. Dort haben wir ein paar Runden gedreht und sind später noch in die ursprüngliche kleine Quelle geklettert. Die war allerdings im Gegensatz zum Becken sehr heiß und wir konnten es nicht lange darin aushalten.

DSCF0547Und weiter ging es selbstverständlich wieder mit Wasser – diesmal kaltes Wasser! Wir haben den Wasserfall Dynjandifoss angeschaut und sind bis oben zum größten Teil des Wasserfalls hochgeklettert. Dort konnte man direkt an den Wasserfall herangehen und daher sind wir auch hier wieder nass geworden, Daniel hat direkt eine kleine Dusche vor Ort genommen.

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Das sind wir auch im nächsten Hot-Pot, der direkt am Meer lag. Ein kleines Becken unten in der Bucht versteckt. Dieser Hot-Pot gefällt uns bisher am besten. Er ist nicht zu heiß, man kann es sehr gut darin aushalten und hat zusätzlich noch einen schönen Ausblick auf den Fjord. Daniel hat natürlich die Möglichkeit genossen, direkt nach dem warmen ins kalte Wasser zu springen, und das mehrmals hintereinander. Zwei isländische Familien samt Kindern bevölkerten dann den Pot, so dass wir das Weite suchten.

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Nachdem wir so viel mit Wasser erlebt haben, haben wir auch einen Zeltplatz gesucht, der am Wasser liegt. Da es ja in Island sehr viele Steine gibt, war das etwas schwierig. Jetzt haben wir einen Platz zum ersten wilden Campen gefunden. Er liegt oberhalb des Meers direkt an einem Bach. Wenn man um die Ecke geht, kommt man sogar zu einem kleinen Wasserfall.

So ich schreibe jetzt gerade, während Daniel versucht im Meer einen Cache zu finden. Den kann man nur bei Ebbe finden und es sieht relativ nach Ebbe aus. Daher sind wir losgefahren, damit Daniel ihn noch suchen kann. Mal sehen ob er Erfolg hat. Ich glaube ich muss jetzt mal nachsehn, wo er bleibt. Ob er noch zurückfindet?

Der Cache wird vom Wächtertroll behütet. Letzter Fund war vor einem Jahr.

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Höhenprofil:

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Geschwindigkeitsprofil:

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Karte:

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4. Tag in Island

June 29, 2007 11:24 pm

Gestern hatten wir ja von Tanja und Ralf eine Einladung in ihren Hanomag bekommen. Der sind wir natürlich gerne nachgekommen. Wir hatten viel Spaß mit den beiden und haben viel über ihre Reisen erfahren. Wir haben über das Völkchen der Isländer gesprochen, die nebenan in Schneeanzug ein Zelt aufbauten. Als wir gegen 1Uhr den warmen, kuscheligen Hanomag verließen, war uns dann auch entsprechend kalt. Es hatte sich auf ca. 6 Grad abgekühlt und war zusätzlich auch noch windig (25m/s). Daher gab es diese Nacht wenig Schlaf. Das Zelt hat immer hin und her gewackelt und gegen unsere Schlafsäcke geklopft, so dass man immer wieder aufgewacht ist. Zur Toilette habe ich mich in dem Wetter gar nicht getraut. Das hält auch ein bisschen wach. Dazu war es hell, allerdings nur dann wenn in die minikleine Ritze in meinem Schlafsack noch Licht fallen konnte. Wegen der Kälte hatte ich alles fest zugezogen. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass sogar Daniel mit langer Hose geschlafen hat, dem doch sonst T-shirt und kurze Hose reichen. Ich dagegen schlafe schon seit mehreren Nächten im Winterschlafsack wie folgt: 2 Paar Socken (davon eins aus dicker Wolle), 2 Hosen übereinander und auch 2 Pullis (der eine mit Kapuze zusätzlich zur Kapuze am Schlafsack)! Deshalb habe ich mich vermutlich bei der Kälte auch noch nicht erkältet. Tagsüber ist es ja schön warm. Da haben wir meist 15-20 Grad.

DSCF0334Wir mussten nach dieser kurzen und anstrengenden Nacht auch noch früh aufstehen, um die gebuchte Fähre zu kriegen. Ca. 3 Stunden Fahrt über den Fjord. Das Wetter war schön und die Überfahrt sehr ruhig, wie immer!

DSCF0365Auf der anderen Seite des Fjords wollten wir Papageientaucher sehen. Die Strecke dahin hat sich etwas gezogen, weil wir vorher noch einen Abstecher nach Raudarsandur gemacht haben. Das war eine Höllenfahrt durch das Gebirge auf den Schotterstraßen. Sehr Nerven aufreibend! Aber auch ich habe es überlebt und auf der anderen Seite eine wundervolle Aussicht genießen können. Sehr schöner roter Muschelsandstrand, der sich durch die ganze Bucht zog. Wir haben auf einer Schafweide unsere Mittagspause gemacht. Dort habe ich ein wenig Schlaf nachgeholt und die netten isländischen Traktorfahrer haben versucht extra leise zu fahren, um mich nicht zu wecken.

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Gestärkt konnte es jetzt zu den Papageientauchern gehen, doch mussten wir dazu die ganze Strecke wieder zurückfahren und dazu noch ein wenig mehr durch die Berge über andere Schotterwege! Belohnt wurden wir mit sage und schreibe: 3 Papageientauchern, die dadurch natürlich umso mehr fotografiert wurden. Zusätzlich haben wir auch die Möwen und anderen Vögel geknipst. Wir haben lange gewartet, nachdem sich ein Papageientaucher in seiner Höhle verkrochen hat, bis er wieder auftauchte. Leider haben sich dann ein paar Leute oben auf die Höhle gesetzt, so dass wir zwar lange gewartet haben, den Papgaeintaucher aber nicht mehr gesehen haben. Irgendwann sind wir dann auch gegangen, weil am Himmel plötzlich Wolken zu sehen waren. Auch das Kreuzfahrtschiff, das an der Küste vorbeikam, ist schnell weggefahren. Wir haben aber Glück gehabt, die Wolken sind aufs Meer gezogen und nicht zu uns!

Jetzt sind wir auf einem Campingplatz neben einem Schwimmbad in Talknafjördur und in der Nähe von zwei Hot-Pots. Vielleicht gehen wir gleich noch schwimmen.

Vorsorglich wollte ich noch mitteilen, dass wir in den nächsten Tagen nicht immer Empfang mit dem Handy haben und daher nicht immer etwas einstellen können. Vielleicht haben wir ja Glück. Nur macht euch keine Sorgen, wenn es mal nichts zu lesen gibt.

Viele Grüße aus dem nachts sehr kalten Island!

Straßenzustandsmeldungen von Daniel: Straße nach Látrabjarg sehr viel besser als noch vor 3 Jahren. Kaum Schlaglöcher, sehr eben…

PS. Man muss seine Software ja erstmal kennen lernen, deswegen jetzt erst die digitalen Auswertungen der heutigen Etappe:

Geschwindigkeitsprofil nur heute:

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Höhenprofil nur heute:

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Karte heute:

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Karte alle Tage:

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3. Tag in Island

June 28, 2007 10:42 pm

Heute hatten wir einen sehr sonnigen Tag in Island. Gleich heute morgen war der Himmel fast wolkenlos. Das war bei unseren Touren rund um den Snaefell ganz hilfreich.

Zunächst sind wir zu einer hübschen Kirche gefahren, die man von unserem Zeltplatz sehen konnte. Dort haben wir ein paar angriffslustige Möwen getroffen, die wohl ihre Nester verteidigen wollten.

Weiter ging es zu einem Brunnen, der von irischen Mönchen angelegt worden ist. Mittlerweile ist er allerdings versiegt. Das Interessante oder auch Eklige daran war, dass er von dem Kiefer eines Wals gestützt wurde. Daneben haben wir noch mehrere Rippen und noch einen kompletten Kiefer liegen sehen.

DSCF0184Auf einer schmalen angeblich gut zu befahrenen, buckligen Jeeppiste zu einem Leuchtturm haben wir zunächst an einem Wikingergrab angehalten, dass schon über 1000 Jahre alt ist. Man konnte nur ein Foto sehen. Alle gefundenen Objekte sind im Museum aufbewahrt. Es gab dort einen sehr hübschen Strand, von dem wir auch etwas Sand mitbringen werden. Er besteht aus dunkler Lava und gelben Muscheln – alles ganz fein gerieben. Nun ging die Fahrt zum Leuchtturm von Öndverdarnes weiter, wo wir wieder viele Schafe antrafen und Wolle fanden, die überall verteilt lag.

Da wir eigentlich den Weg zurückgefahren sind, den wir gestern zum Zeltplatz zurückgelegt haben, mussten wir wieder durch die Baustelle, durch die sich sogar ein Radfahrer kämpfte.

Als nächstes fuhren wir mit dem Auto in das Innere eines Kraters. Das war ganz leicht, da es an einer Seite eine Öffnung gab.

DSCF0245Dann war der Djupalon an der Reihe. Hier gibt es am Meer sehr viele abgerundete Steine zu finden, große und kleine. Man kann zwei Seen bewundern und Wrackteile von Schiffen, die in Sturmfluten an Land getrieben worden sind. Mir haben es besonders die Steine angetan, von denen ich eine Menge in meine Hosentasche gepackt habe. Die werden auch mit nach Hause genommen. Sehen bestimmt sehr hübsch aus in einer Schale. Zusätzlich konnte ich es mir nicht verkneifen noch einen großen Stein einzupacken. Also keinen riesigen, aber schon etwas großer als die kleinen Dekosteine.

Das Piratenschiff aus Stein, das wir gestern schon bewundert hatten, haben wir nun noch einmal von Nahen in seiner vollen Größe angeschaut.

Daniel hat mich heute Nachmittag zum Waffelessen eingeladen. Im Reiseführer gab es einen Vermerk, dass diese in Hellnar ganz besonders gut schmecken. Es gab auch tatsächlich Rhabarber und Sahne dazu, allerdings sehr süß. Und wenn mir das schon zu süß ist…..

Bei der singenden Höhle in Arnarstapi haben wir ein Paar Bayern getroffen. Wir waren zuerst in der Höhle und haben gemerkt, dass wir leider mit Daniels Taschenlampe nichts besser erkennen konnten, als es ohnehin zu sehen gab. Schließlich kam noch die Frau aus Bayern dazu und fing wirklich an zu singen, als wir gegangen waren. Ihr Mann hatte die ganze Zeit seine Taschenlampe gesucht und wollte nicht mehr in die Höhle gehen, als wir alle wieder da waren.

DSCF0311Wir haben uns noch eine kleine Kirche in Budir angeschaut, die wir gestern schon gesehen hatten. Allerdings war sie verschlossen und wir konnten sie nur von außen fotografieren.

Beim Einkaufen in Grundafjördur hat uns eine sehr freundliche junge Deutsche bedient. Wir hatten leider nicht genug Zeit herauszufinden, was sie eigentlich in Island macht (der nächste Kunde rief), aber sie sprach fließend Isländisch und versorgte alle Kunden in dieser Sprache oder auf Englisch. Bei uns hat sie dann nachgefragt und gemeint, dass es schön wäre auch mal Deutsch zu sprechen.

Auf dem Campingplatz in Stykkisholmur (kurz Stykk) angekommen, trafen wir Tanja und Ralf, die Daniel vom Island-Stammtisch kennt. Sie kommen aus Köln. Ihren roten Hanomag haben wir schon heute nachmittag am Meer bei den vielen Steinen gesehen. Jetzt gehen wir gleich rüber zu ihnen. Sie haben uns zu einem Bier eingeladen.

Ein Dank an dieser Stelle an die örtliche Bücherei, die einen kostenfreien, legalen WLAN-Zugang vom Campingplatz bietet.

Viele Grüße aus Island mit viel viel Sonne nach Deutschland!

2. Tag in Island

June 27, 2007 10:20 pm

Heute morgen sind wir orientierungslos auf unserem windigen Zeltplatz aufgewacht. Wir werden in der nächsten Nacht eine Uhr mit ins Zelt nehmen, damit wir auch um 5 Uhr schon wissen, dass es zwar hell ist aber noch zu früh für einen Urlaubstag. Schließlich hat Daniel im Auto auf die Uhr geschaut und wir haben noch ein wenig geschlafen.

Als ich dann zum Spülen gegangen bin, hatte ich ersten Kontakt mit Eingeborenen. Normalerweise habe ich mir angewöhnt immer freundlich zu nicken, wenn ich auch nicht verstehen kann, was die Menschen mir sagen wollen. Diesmal hat die Frau jedoch eine Frage gestellt, so dass ich einfach einmal ein freundliches “Sorry?” von mir gegeben habe. Sie hat dann angefangen mit den Armen zu gestikulieren und schließlich das Wort “Winter!” hervorgebracht. Ja da konnte ich nur zustimmen, da ich mit meinem Winterhütchen und einem Schal unterwegs war. Es war wirklich kalt in dieser windigen Ecke.

KIF 4590Nachdem wir wieder alles im Auto verstaut hatten, haben wir uns auf den Weg zu einer heißen Quelle gemacht. Dort wollten wir eigentlich Eier kochen, weil das Wasser dort schön sprudelt. Leider kamen 3 Busse voller Touristen an und dann haben wir es doch gelassen. Dafür haben wir allerdings 5 Beutel mit Tomaten gekauft. Es gab nämlich einen kleinen Stand dort und ein Beutel kostete 100 Kronen. Wir hatten nur einen 500 Kronen Schein und haben uns deshalb besonders gut mit Wassertomaten eingedeckt.

Jugendliche arbeiten hier während der 3-monatigen Sommerferien immer in verschiedenen Ferienjobs. So haben wir 2 sehr sehr junge Jungs an der Tankstelle getroffen, die uns sogar den Tank befüllt und dabei ihre Zahnspangen gezeigt haben. Die waren höchstens 13 und 14 Jahre alt. In Deutschland habe ich das noch nie gesehen. Ist aber toll, dass man hier so jungen Kerlen schon eine komplette Tankstelle zutraut und sie arbeiten lässt. Sie haben das wirklich gut hingekriegt und die Zapfpistole gut in den Tankstutzen gehalten und die Kreditkarte richtig benutzt.

DSCF0112Bei der Mittagspause haben wir noch einen Cache gefunden – bzw. Daniel hat ihn gefunden, weil ich angeblich ja nur oberflächlich suche! Ich habe auch keine Lust Steine wegzuräumen, um mich dann auf den Boden zu knien und unter einen anderen Stein zu schauen. Der Cache war scheinbar von einem Deutschen abgelegt worden. Er bestand aus einer Dose, in der man von der Apotheke Salben bekommt und es gab eine deutsche Aufschrift.

KIF 4620Wir haben heute auch das Haus von Erik dem Roten angeschaut, aber nur von außen. Wir hätten auch in einem kleinen Zelt im Wikingerstil Eintrittskarten kaufen können bei als Wikingern verkleideten Leuten. Das haben wir nicht getan, allerdings habe ich den Entschluss gefasst im nächsten Jahr an Karneval als Wikinger rumzulaufen. Neues Kostüm – neue Herausforderung. Vielleicht finde ich ja hier in irgendwelchen Touristenshops wichtige Utensilien für mein Kostüm. Außerdem wird einem bei einem solchen Kostüm nicht kalt.

DSCF0048Der nächste Programmpunkt an diesem Tag musste ausfallen. Es ging um eine Höhle. Der Wegweiser zeigte fröhlich irgendwo ins nichts, so dass wir beschlossen gleich zu einem Hot-Pot zu fahren. Dort mussten wir als Hindernis noch einen kleinen See auf Steinen überqueren. Das haben wir gut geschafft und anschließend ungestört im schönen warmen Wasser gelegen. Schließlich wurde es aber auch zu warm im Hot-Pot und wir haben unseren Rückweg über den See angetreten. Doch hier bin ich ein wenig nass geworden, obwohl ich doch die Schuhe schon ausgezogen hatte. Ich hatte aber noch Glück im Gegensatz zu denen die nach uns dorthin wollten. Der junge Mann hatte die eine Seite seiner Hose komplett nass!

DSCF0141Auf dem Weg zum Campingplatz haben wir den Snaefell-Gletscher einmal fast umrundet und sind dabei interessanten Dingen begegnet. Zum einen gab es wunderschöne kleine Wasserfälle. Außerdem haben wir ein Piratenschiff aus Stein gesehen und viele kleine Pferde, Schafe und auch Trolle.

 

DSCF0150T(r)oll war auch die Baustelle, durch die wir leider durchmussten. Es gibt hier eigentlich keine Ausweichmöglichkeiten, wenn die Straße neu gemacht wird. Daher sind wir über viel Schotter gefahren, eingestaubt worden, vom Wasserwagen wieder sauber gespritzt worden und Walzen ausgewichen. Sehr spannend!

Jetzt sind wir auf dem kleinen Zeltplatz angekommen und werden gleich bei Wind wieder das Zelt aufbauen. Dazu gibt es aber wieder wunderschönen Sonnenschein, der uns den Tag über meist nicht erfreut hat.

Schöne Grüße aus dem Island mit den kleinen Trollen und den Mähs!

Anreise und 1.Tag in Island

June 26, 2007 10:34 pm

Pünktlich um 17 Uhr startete unser Weg nach Island mit Papas Auto Richtung Eindhoven. Dort sollte der Flug losgehen. Nach einiger Zeit waren in Eindhoven sogar Schilder zu finden, die auf diesen Flughafen hindeuteten, an dem unser Flug starten sollte. Wir fanden einen sehr kleinen Flughafen vor, der aber immerhin einen Dutyfree-Shop hatte, bei dem man Pims (aus England) kaufen konnte. Das haben wir allerdings nicht. Vorsorglich habe ich ein Sandwich gegessen und Schokolade gekauft. Man weiß ja nie bei den günstigen Airlines…

Der Flug nach Island war zunächst sehr stressig, da wir im engen Flugzeug bei relativ dunklem Himmel losgeflogen sind. Hinzu kamen auch ein paar Turbulenzen, die mir nicht ganz geheuer waren und Daniels Hand etwas zerquetschen ließen. Es war gut vorher noch etwas gegessen zu haben, da es nur Sandwiches mit Fleisch und Fisch gab. Daniel war so ausgehungert, dass er sogar etwas von meiner Schokolade gegessen hat! Den Rest des Flugs habe ich verschlafen. Schließlich sind wir um 21.30h deutscher Zeit los geflogen und der Flug dauerte 3 h 15 min.

Das Schöne an unserem Flug sollte aber auch nicht vergessen werden: Wir konnten uns die Bohrinseln in der Nordsee anschauen und Küsten, die wir nicht zuordnen konnten. Zusätzlich flogen wir allerdings auch der Sonne entgegen. War es in Holland schon langsam dunkel geworden, so war es sehr schön hell als wir gegen 1h deutscher Zeit in Island ankamen.

Am Flughafen in Island gab es dann unser Auto – einen blauen Yaris von Toyota (sage und schreibe 5 Türen, 25.000km auf dem Tacho!!!). Der wurde mit unseren vielen Taschen beladen und los ging es in die Landschaft von Island. Sie war voller blauer Lupinen. Unsere Fahrt endete bei dem Schwimmbad in Vogar. Hier wurde schnell das Zelt aufgestellt und die Schlafsäcke ausgerollt. Schlafen konnte ich allerdings zunächst nicht so gut – mittlerweile 3h deutscher Zeit! Ich hätte auch wach bleiben können, besonders, weil es so hell war. Daran muss ich mich erst gewöhnen.

Der nächste Morgen brachte ein Bad im Pool nebenan. DSCF0006Sehr schön warmes Wasser aus heißen Quellen. Sogar ein Dampfbad gab es. Der Hot-Pot war aber doch etwas zu warm, wir haben die anderen Becken vorgezogen. Schließlich hatten wir das Schwimmbad auch für uns allein, da konnten wir uns das leisten ;) Im Anschluss sind wir ein wenig mit dem Auto zum Supermarkt gefahren und haben unser Frühstück eingekauft. Leider hatten wir kaum Zeit es zu essen, da wir noch einen Cache suchen wollten. Daniel hat ihn auch gefunden. Zum zweiten gab es leider keine Straße. Das Navigationssystem hatte eine Straße eingezeichnet, die es leider nicht gab. Das war nicht weiter schlimm, da wir uns für 14h isländischer Zeit (16h deutscher Zeit) mit Simone und Jan verabredet hatten. Wir wollten vom Parkplatz am Ende des Hvalfjördur zum Glymur wandern. Das sollte der höchste Wasserfall Islands mit 200m Fallhöhe sein. Wir haben Jan und Simone aber vorher beim Picknick getroffen. Fröhlich sind wir losgelaufen – am Anfang noch schnell, später langsamer. Wir mussten über zeimlich viele Steine und Geröll klettern. DSCF0039

Allerdings sind wir nicht durch den Fluss oberhalb des Wasserfalls gewatet, das war uns nun doch ein bisschen zu kalt. Wir sind den Weg wieder zurückgelaufen. Das haben Jan und Daniel sehr bedauert, weil sie gern durch eine Höhle geklettert wären und außerdem den Fluss auf einem Baumstamm überqueren wollten. Auf dem Rückweg haben wir eine sehr angenehme Pause mitten auf dem Weg verbracht, wobei die Sonne uns sehr stark angeschienen hat. Ich habe das leichte Gefühl einen Sonnenbrand zu haben.DSCF0050

 

Nach dieser schönen Wanderung haben wir uns alle auf die Autos und die Schlafsäcke gefreut. Gleich werden wir das Zelt aufbauen, an einem hübschen kleinen See. Hier ist es allerdings sehr windig – so wie oben bei dem Wasserfall heute Nachmittag. Hoffentlich können wir dabei schlafen und außerdem bei dem Licht diese Nacht. Doch glaube ich nach den Anstrengungen bei der Wanderung, heute sehr gut schlafen zu können.

Viele Grüße aus dem sonnigen (keine einzige Wolke, windgeschützt gefühlte 20-25°C, mit Wind ca. 14°C) und windigen Island!

Morgen geht es los!

June 24, 2007 6:46 pm

Die Waage zeigt folgendes an:

Eli: 16kg, Daniel: 18kg, jeweils ohne Handgepäck.

Damit haben wir alle Probleme des Übergepäcks umschifft, die ja bei Billigairlines an die Existenzgrenze (derer und von einem selbst) führen können.

Diese Mengen liegen ja deutlich unter den Mengen vom letzten Mal, als wir noch mit dem Fahrrad unterwegs waren (2004). Muss wohl daran liegen, dass diesmal kein Werkzeug dabei ist und auch kaum Lebensmittel.

Da im Frühjahr die Mwst. in Island auf vieles (u.a. Lebensmittel und Übernachtungen) z. T. deutlich gesenkt wurden (auf 7%, also deutsche Verhältnisse), ist das Einkaufen vor Ort auch nicht mehr so teuer in der Hinsicht.

Für weitere Informationen zu diesem Thema sollte man mal die Seite des isländischen Statistischen Amtes konsultieren, um vor allem den Verlauf der Lebensmittel zu vergleichen. Im übrigen gilt für alle Preisangaben zur Zeit: 83 Isländische Kronen entsprechen 1 EUR.

Damit wir morgen auch unsere E- und F-Plätze sichern können, werden wir rechtzeitig aufbrechen, um die niederländischen Straßen unsicher zu machen, da wir ja ab Eindhoven mit Iceland Express fliegen werden.

Als grobe Orientierung unserer geplanten Reiseroute: Im Uhrzeigersinn um die Insel mit einem Schwerpunkt auf dem Nordwesten und Westfjorden sowie den Landesteilen, die ich bisher noch nicht gesehen habe, aber ohne Hochland.

Und allen, die das hier lesen und fragen, von wem der Mietwagen kommt: Budget, für 35EUR/Tag!!! Nur um euch mal eine lange Nase zu machen, der normale Preis liegt ja weit über dem doppelten :-) . Ach ja, Gruppe N (z.B. Toyota Yaris, 5-türig).

Die Zeltwiese der ersten Nacht vom letzten Jahr ist nachweislich immer noch verfügbar, deswegen werden wir diese nutzen.

Rvk. wird im großen Stil umfahren, was wollen wir denn in diesem Moloch?!

Gestern habe ich mich nochmal mit einigen Akquavit gestärkt (viele Grüße an Inka und Dirk) , das Brennivin-Shirt ist eingepackt, die Alkohol-Läden im Reiseführer markiert, es kann nichts mehr schief gehen (in diesem Bereich)!

Blog aus Island

June 15, 2007 3:54 pm

Here we will show blog from our holiday in Iceland.

Hier finden Sie in wenigen Tagen unser Live-Blog von unserem Urlaub in Island.