Archive for July, 2007
11. Tag in Island – Husavik nach Vesturdalur
July 6, 2007 10:45 pm
Nachdem ich gestern (heute ist der 12. Tag) um 5h morgens hochgeschreckt bin und geträumt hatte, ich hätte einen wichtigen Termin vergessen, der für meine Einstellung ganz wichtig war, weshalb ich dann doch nicht eingestellt werde, bin ich nochmal eingeschlafen. Daher sind wir an diesem Tag erst sehr spät losgekommen. Allerdings klappt das Zeltabbauen jetzt richtig gut.
Während ich spüle baut Daniel das Zelt ab. Finde ich toll, dann kann ich auch nichts kaputt machen. So ähnlich ist das auch beim Aufbauen: Während ich schreibe, baut Daniel das Zelt auf. Wir haben das auch schonmal geändert, weil ich nicht immer Lust zum Spülen habe. Dann habe ich eben das Zelt abgebaut. Gestern beispielsweise, weil heute ist schon der 12. Tag, haben wir es zusammen aufgebaut, weil es anfing zu regnen. Ich habe gestern nicht mehr geschrieben, weil es eigentlich nichts zu schreiben gibt!
Als wir losgefahren sind, sind wir erstmal einkaufen gegangen. Daniel hat eine schöne neue Regenjacke gekauft und ich eine Mütze. Anschließend waren wir in Husavik im Museum (Redasafn ) und haben uns gegen die Waltour entschieden, da diese umgerechnet (3700-3900 Kronen : 80) ca. 45-50 € gekostet hätte. Dafür habe ich die Mütze gekauft und die war wesentlich billiger als das! Daniel hat auf seiner letzten Waltour auch nur Delfine und keine Wale gesehen. Das hätte sich ja fast gar nicht gelohnt. Obwohl Delfine ja bestimmt auch nett zu sehen gewesen wären. Aber es hat sowieso angefangen zu regnen und wir sind weitergefahren.
Eine Stelle an der Küste sollte Puffin-Gebiet sein. Aber leider konnte man nicht bis an den Rand gehen (die Straße wurde verlegt ) und deshalb gibt es keine neuen Papageientaucherbilder. Wir sind direkt bis zum Campingplatz durchgefahren und hatten gegen 15h das Zelt aufgebaut, aus dem wir uns nicht mehr wegbewegt haben, da es kontinuierlich die ganze Zeit weitergeregnet hat.
Leider hat Daniel jetzt alle seine Bücher durch und ich habe mein neues, was ich in Akureyri gekauft habe, zu zwei Dritteln durch. Tja, hoffentlich können wir bald irgendwo neue Bücher kaufen!
Wie hatten gestern kein Netz, weshalb dieser Eintrag erst sehr spät heute zu sehn ist.
Viele Grüße aus dem jetzt wieder relativ trockenen, aber wolkigen Island!
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10.Tag in Island – Godafoss-Myvatn-Husavik
July 5, 2007 10:10 pm
Nach dem ruhigen Campingplatz am Godafoss, wo außer uns nur eine Familie gezeltet hat, die allerdings auch erst gegen 1h nachts ankam, sind wir weitergefahren zum Myvatn. Das ist ein See, an dem es viele Mücken und Fliegen gibt. Vorher haben wir noch einen Cache gefunden bzw. ich habe ihn gefunden!
In der Nähe gibt es viele heiße Quellen, die wir uns angeschaut haben. Sie stinken ziemlich doll nach Schwefel. Daniel hat es ein wenig länger dort ausgehalten als ich und ist noch auf den Berg geklettert. Ich bin wegen des Regens lieber ins Auto verschwunden und war dennoch so nass, dass ich beschlossen habe mir eine trockene Hose anzuziehen. Daher hatte ich nicht die geringste Lust mehr das Auto zu verlassen.
Daniel musste sich allein einen Krater mit Wasser drin angucken. Bei so einem Regen interessieren mich Krater mit Wasser drin nicht so sehr, weil man ja sowieso schon genug Wasser um sich herum hat.
Nun sind wir zum Schwimmbad am Myvatn gefahren. Das war sehr schön, allerdings auch sehr voll. Es handelt sich um ein schönes neues Schwimmbad, dass aus den heißen Quellen gespeist wird. Unten auf dem Boden ist überall schwarzer Sand mit Steinchen dazwischen. Es war schön warm und es gab sogar ein Dampfbad, das allerdings nur 35° hatte. Also waren wir schwimmen – unsere tägliche Ration – und das trotz Regen! Wir waren von allen Seiten nass. Einige geschickte Leute hatten ihren Regenschirm mitgenommen und ihn über sich gehalten, während sie von unten trotzdem nass wurden. Tja…
Auf dem Weg nach Husavik war es sehr neblig. Der Regen hatte aufgehört, aber dann kam der Nebel. Man konnte sehr wenig erkennen. Nach und nach in Richtung Meer hat er sich langsam aufgelöst. Man sieht nur noch Wolken am Himmel, kein Regen mehr!
Jetzt sind wir in Husavik und werden vielleicht morgen mit einem Boot zum Wale schauen fahren. Der Zeltplatz liegt am Rand vom Ort und ist ein wenig hügelig. Wir haben aber eine gerade Stelle gefunden.
Hier noch ein paar Fotos. Die heutigen waren ja ein wenig neblig und verregnet! Unser Zelt vor dem Gletscher (interessant, ein Gletscher!
) und mein neuer Island-Pulli!


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9. Tag: Olafsfjördur – Akureyrir – Godafoss
July 4, 2007 11:17 pmIn Olafsfjördur gibt es auch ein Schwimmbad, hatte ich das schon erwähnt? Das haben wir heute morgen genutzt. Allerdings kommt vorher noch was anderes. Daniel meinte, ich müsste heute früh aufstehen, damit uns niemand die Waschmaschine wegschnappt. Es gab im Schwimmbad eine Waschmaschine, die tatsächlich für den Campingplatz zu nutzen war. Das wollten wir doch auch, weil ein wenig sauber möchten wir schon rumlaufen. Also ich finde es ja von Daniel sehr gemein, dass ich das mit der Waschmaschine regeln sollte und auch noch um 7h aufstehen! Aber ich habe es dann wirklich gemacht, weil ich wegen der Kälte gestern früh schlafen gegangen bin und Daniel noch gelesen hat. Meine Hände konnten das Buch leider nicht mehr halten – zu kalt! So, nun war ich früh wach und habe die Maschine bestückt und dann im Zelt gelesen, bis Daniel endlich wach war. Dann sind wir schwimmen gegangen. Die Waschmaschine hat bestimmt 3 Stunden gebraucht und dann kam noch der Trockner. Wir haben dann irgendwann aufgehört zu schwimmen und das Zelt abgebaut. Dabei haben wir noch die Enten weiter beobachtet, von denen gestern ein Bild zu sehen war, obwohl ich nichts dazu geschrieben hatte! So gegen 12h sind wir dann losgefahren auf dem Weg nach Akureyri. Wir haben einen Cache verpasst – sind dran vorbeigefahren.
In Akureyri haben wir uns zunächst mal um ein W-Lan gekümmert. Das hat nicht geklappt, auch leider nicht da wo uns Simone und Jan einen Tipp gegeben haben, wo eins sein könnte. Also konnte ich nicht ins Internet, um Postkarten zu schreiben. Daniel hat seine ja gleich am 3. Tag geschrieben, das war mir aber zu früh. Außerdem hatte ich noch nicht genug Auswahl an Fotos! Wir sind durch viele Einbahnstraßen und Sackgassen gefahren und schließlich bei der Bücherei gelandet. Dort konnte man für 200 Kronen 1 Std. ins Internet. Ich habe gleich 2 genommen und heute meine Postkarten geschrieben. Also müsste in den nächsten Tagen bei euch was ankommen. Ich habe Landschaften, Schafe und Papageientaucher verschickt. Auf manchen bin ich auch in meinem Islandpulli zu sehen, habe nur leider die Augen zu. Sonst gabs in Akureyri einen Buchläden und Andenkenläden. Ich habe ein bisschen eingekauft und das wars. Also so groß ist die Stadt nicht, dass man sich Stunden darin aufhalten könnte. Zwei Stunden habe ich ja in der Bücherei verbracht.
Wir waren noch beim “Bonus” einkaufen, damit ich auch diese schöne Ladenkette einmal kennen lerne. Da gab es tolle Sachen! Oli P. – wir schicken dir bald was. Vielleicht mit Steinen oder Sand zusammen, den wir uns dann bei Dir abholen kommen. Wir wollen schließlich keine 10€ für ein Kilo Übergepäck bezahlen und beim Hinflug hatten wir nur noch 4 Kilo übrig!

Jetzt sind wir beim Godafoss auf dem Campingplatz und werden gerade von den Besuchern des Restaurants hier beobachtet. Die sitzen im Warmen und haben nicht mal gekocht. Wir haben hier eine Bierzeltgarnitur und sitzen fröhlich da und essen im Freien. Es ist saukalt. Ich sitze jetzt schon im Auto!
Am Godafoss hat Daniel im übrigen noch einen Cache gefunden (Sieger!) und wir noch etwas Sand gesammelt.
Außentemperatur: 10°C, aber wir sind ja schon so schön braun, wer braucht da noch Sonne!
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8. Tag in Island
July 3, 2007 11:23 pm
Heute morgen haben wir uns als erstes den Laden einer Wollfabrik angeschaut. Dort sind wir wieder auf eine deutsche Verkäuferin gestoßen. Sie war nach uns mit einer Kindergruppe beschäftigt, die mit drei Begleiterinnen den Laden stürmte. Die Begleiterinnen hatten alle blaue oder rote Schneeanzüge an, wobei wir uns fragten, ob das wohl die Dienstkleidung ist? Die Kinder hatten alle Warnwesten an. Eigentlich waren wir dort, weil Daniel sich auch einen so schönen Islandpulli kaufen wollte. Er hat allerdings nichts gefunden, was ihm gefallen hat. Daher ging es mit dem fahren weiter. Wir werden wohl noch etwas für ihn finden. Noch haben wir 2 Wochen Zeit! Im Zweifel etwas von 66° North (Isländische Marke mit Regenjacken, Fleecejacken… oder Icewear oder Cintamani oder so ähnlich)!
Bei einem Cache haben wir nochmal angehalten. Das war gut, denn diesmal hatte ich Glück und habe ihn gefunden!!!
Heute gab es wieder Tiere zu bewundern: Seehunde. Wir sind extra einen Landstreifen ins Meer hineingewandert, um dann die Seehunde ganz klein auf einem Fels im Meer zu bewundern. Netterweise haben uns andere Touristen ihr Fernglas geliehen um überhaupt etwas zu erkennen. Die beiden haben uns dann auch verraten, wo es die Seehunder besser zu sehen gibt: Beim trinkenden Dino oder welche Phantasie dort noch so reinspielt. Wir waren dort, die Seehunde waren es leider nicht.
In Blönduos hat Daniel nach einem W-Lan gesucht während ich mir das Textil-Museum angeschaut habe. Ich bin noch auf der Suche nach Strickmustern für Islandpullis. Es liegt ja noch die ganze Island-Wolle da, die ich mir in Köln bei einem Buchladen bestellt hatte. Nicht ganz. Ich habe davon 2 Mützen und 2 Stirnbänder gestrickt. Daniel läuft hier mit einer Mütze davon rum. Na ja, Bücher mit Strickanleitungen für Pullis gab es nicht. Und Wlan auch nicht…
Wenn wir nicht einmal am Tag schwimmen, dann stimmt doch etwas nicht. Genau deshalb haben wir uns noch einen Hot-Pot angeschaut und nachdem die Horden weg waren, habe auch ich mich in das diesmal sehr heiße Wasser getraut. Das Beste war allerdings der Weg zum Hot-Pot! Wir mussten an einigen Schafgattern vorbei. Das heißt, dass ich immer aus dem Auto springen musste, um sie zu öffnen, damit Daniel durchfahren konnte, um mich nach dem Gatter wieder einzusammeln. Auf der Rückfahrt bin ich gefahren. Das hat Daniel aber sehr viel Spaß gemacht, da er sich so in Ruhe mit den Islandpferden unterhalten konnte.
Wir wollten dann in Siglufjördur zelten. Doch hat es uns nicht so gut gefallen, dass wir nur eine Pizza gekauft haben und weitergefahren sind.
Dafür durften wir dann zur Belohnung zweimal durch den einspurigen Tunnel, der den Ort mit der Aussenwelt verbindet(nicht mehr lang, dann gibt es einen zweiten Tunnel zu diesem Ort, er wird gerade gebaut). Jetzt sind wir in Olafsfjördur und hier gefällt es uns genauso gut. Jetzt bleiben wir aber hier. Wären wir doch nicht weitergefahren, dann hätten wir mal waschen können (morgen um 7 Uhr aufstehen, und das Schwimmbad wäscht die Wäsche!!!)! Jedenfalls sind hier genauso viele Wolken wie in Siglo. Wir hätten also auch da zelten können. Island will doch jetzt nach einer Woche nicht etwa schlapp machen und mir den Urlaub mit Regen vermiesen! Es war doch bisher so schön! Mal abwarten!
Viele liebe Grüße aus dem wolkigen Island!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Von Elisabeth soll ich noch ausrichten, dass es hier nach Fisch riecht. Ich riech nichts!
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7. Tag: Gvendarlaug – Holmavik – Bru – Hvammstangi
July 2, 2007 9:54 pmHeute sind wir wieder Schwimmen gewesen. Da ja neben unserem Zeltplatz ein sehr schönes großes Becken lag, haben wir diese Gelegenheit einfach mal genutzt, schließlich müssen wir unser Soll von mindestens einmal pro Tag erfüllen. Es wurde aus einer heißen Quelle direkt daneben gespeist und wir haben auch versucht im Hot-Pot zu sitzen, der uns allerdings viel zu heiß war. Lieber war uns das schöne warme Wasser des Beckens. Und zu welchen Heldentaten der Ring von Wagner verführte, wollen wir gar nicht erst ausführen!
Wenn ich gedacht hatte, dass wir gestern nur gefahren sind, so kann ich jetzt doch mit Sicherheit sagen, dass das heute viel eher der Fall war. Wir haben zwar nicht so viele Kilometer zurückgelegt und haben nicht so lange Zeit im Auto verbracht, aber wir sind eben nur gefahren. Einmal haben wir angehalten um zu tanken, einzukaufen und im Touri-Shop nach Andenken zu suchen und das war’s!
Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Islandpullis!!! Schön warm, kratzig, aber sehr schön und mit Reißverschluss – also eher eine Islandjacke. Er ist schwarz und hat oben ein weiß – graues Muster.


Jetzt sind wir auf einem ganz tollen Campingplatz gelandet. Sehr schön angelegt mit Brücken, die über einen Fluß führen. Mit Hügeln und Hecken unterteilt, damit sind wir auch gegen den Wind geschützt. Es gibt eine Spielecke für Kinder(nicht das wir welche hätten
) . Der Sandkasten ist toll. Ich habe mich zuerst einmal gefargt, was denn das sein soll. Der Sandkasten ist mit großen Steinen eingefasst und darin liegen auch noch drei große Steine. Der Sand ist ganz schwarz. Interessant! Man ist so ganz andere Sandkästen gewöhnt.
Heute haben wir von Simone und Jan erfahren, dass wir uns in Island wohl nicht mehr sehen werden. Sie wollen sich noch etwas anschauen. Leider war die SMS zu Ende und daher wissen wir nicht genau, was sie vorhaben. Wir wünschen euch noch ein paar schöne Tage und anschließend viel Spaß in Deutschland! (Hähähä)
Allen anderen wieder einmal einen sonnigen und windigen Gruß aus Island! Schön warm eingepackt in nach Schaf riechende Wolle!
PS. Blaue Kommentare sind Daniels Anmerkungen, die Elisabeth nicht mehr unter ihrem Namen laufen lassen will.
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6. Tag: Kollafjördur – Drangajökull – Krossnes – Gvendarlaug
July 1, 2007 9:54 pmHeute sind wir sehr viel gefahren und haben daher viel Zeit im Auto verbracht. Zuerst hat uns unser Weg zum Gletscher Drangajökull geführt. Wir konnten leider nicht bis an den Gletscher heranfahren, da wir nur einen Yaris und keinen Jeep haben. In der Nähe haben wir an einem Tisch ohne Baum (obwohl alle Schilder das Gegenteil behaupten: der Tisch muss einen Baum haben), der an einem Denkmal zu Ehren eines unbekannten isländischen Komponisten aufgestellt wurde.
Da es sich beim Weg zum Gletscher um eine Sackgasse handelte, mussten wir den Weg wieder zurück fahren. Auf diesem Weg haben wir wieder an einem Hot-Pot Halt gemacht und ein wenig gebadet. Hätten wir das 2004 schon gewusst, ich hätte meinen Bruder nicht so trietzen müssen, doch noch über den Berg zu fahren
.

Wir sind dann in Richtung Ostküste der Westfjorde gefahren. Auch hierbei handelt es sich um eine Sackgasse, die wir wegen eines Schwimmbads unternommen haben.
Dabei hat Daniel noch einen Cache gefunden (bezeichnenderweise war es wirklich klat am KalterRückenBerg) und wir haben die schöne Landschaft trotz der fuchtbaren Straße genossen.
Dieser Teil Islands ist mit der einsamste Landstrich, das hat man auch gemerkt, auch wenn hin und wieder auch ein paar andere Autos vorbeikamen. Als auf dem Rückweg auch noch dichter Seenebel aufkam, waren die Eindrücke perfekt
.
Da wir beim Schwimmbad keinen passenden Platz zum Zelten gefunden haben, sind wir die gesamte Strecke wieder zurückgefahren, so dass wir um 23h wieder am Anfang der Sackgasse im Osten waren und dort auf einem Zeltplatz untergekommen sind. Der liegt auch an einem Schwimmbad.
Viele liebe Grüße aus Island.
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